Kleve, Deutschland und die Welt

Kann Spuren von AfD und selbsternannten Demokraten enthalten

Bodo Ramelows CDU-Falle

 

Ein Gastbeitrag von Herrn Adolf Frerk

 

Angesichts einer neuen Insa-Umfrage mit einer Wahlprognose von 42 Prozent fiir die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im September ließ Bodo Ramelow, Bundestagsvizepräsident und gerissener Linkenpolitiker, den tolldreisten Gedanken eines Zusammenwirkens seiner Partei mit der CDU vom Stapel, um so ,,eine Regierung der AfD zu verhindern“. Dreist daran ist, dass sich ausgerechnet die Nachfolgepartei der Kerkermeister und Mauermörder als Retter der Demokratie aufspielt. Toll ist die dabei angedachte Erneuerung der Nationalen Front, also des Allparteienbündnisses in der langst abgeschriebenen DDR.

Aus Ramelows Forderung, die CDU müsse mehr Flexibilität beweisen, spricht die alte Überzeugung der Sozialisten, dass Kapitalisten keine echten Grundsätze haben und für Geld und Macht jederzeit ihre Prinzipien verraten. Freilich könnte das eine Fehlkalkulation sein, denn für viele ehemalige Mitglieder der DDR-Bürgerrechtsbewegung, die heute der CDU angehören, haben die Linken — einst SED und PDS — mit und ohne Unvereinbarkeitsbeschluß für alle Zeit ausgedient. Zudem gäbe es bei einer Kooperation mit den Linken keine überzeugenden Gründe gegen eine Zusammenarbeit mit den Rechten, deren Programm ja Schnittmengen mit dem der CDU aufweist.

Sollte sich nach für die AfD erfolgreichen Wahlen am 6.9. 2026 die CDU „notgedrungen“ verkaufen und in ein rot-grün-blutrotes Bündnis eintreten, könnte ein derartiger Kurswechsel die ganze CDU erschüttern. Denn es ist kaum anzunehmen, dass sich die CDU friedlich zu einer wie auch immer gearteten Allianz mit drei starken linken Partnern bereit findet. Denn da müsste die CDU nicht nur Kröten, sondern reihenweise Ochsenfrische schlucken. Man kann sich auch eine gewisse Häme bei dem Gedanken nicht verkneifen, dass die CDU In einer solchen Linkskoalition wohl oder übel auf einen sehr unerfreulichen Ahnherrn (den mit 27 Millionen Opfern)  des Vereins stößt und sich mit ihm abfinden muß.

In diesem Vierergespann wäre die CDU vor allem Mehrheitsbeschafferin für das bekannterot-grüne Programm und müsste auch den Restbestand ihrer bürgerlichen Positionen aufgeben. Angesichts solcher Perspektiven kann innerparteilicher Zoff nicht ausbleiben, der den bereits angeschlagenen Kanzler Merz von der Bühne fegen könnte. Es wird also spannend, zumal mit Sarah Wagenknecht eine weitere, unberechenbare Person die Szene des Intrigantenstadls betreten hat.

 

Geldern, 14. August 2026

A. Frerk

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