Gastbeitrag von Herrn Peter Korpok
Die Tatsache, dass die sogenannten Demokratischen Parteien, die „Wahrer der Demokratie und Werte“, sich als Totalversager auch in der aktuellen Legislaturperiode präsentieren, lässt die Mitgliederzahl und die Umfragewerte der AfD in ungeahnte Höhen aufsteigen. Obwohl die Spitzenwerte von 28% Anfang 2025 keinen Bestand mehr haben, liegt die AfD mit 26% noch knapp vor der CDU. Bei den letzteren ist allerdings die Dreifach-Versager-Pirouette von Merz bei den letzten Brüsseler Verhandlungen zum Jahreswechsel nicht eingerechnet.
Allerdings mache mir keine Illusionen, was das jetzige Personal der AfD, ich nenne es die 3.Welle, anbelangt. Der rasante Anstieg der Zustimmung, Mitgliederzahl und Wahlergebnisse war für die vorhandene Personaldecke ZU SCHNELL. Die Politische Bildung und Expertise konnte mit den zu besetzenden Mandatsposten nicht mithalten, im Umkehrschluss: es mussten Personal eingesetzt werden, das sachpolitischen unterbelichtet und nicht geschult war.
Nimmt man den Microkosmos Niederrhein nach den Kommunalwahlen im September 2025, macht dieses Angst oder ist bestenfalls zum Fremdschämen. In vier Gemeinden/Städten hat es schon nach kürzester Zeit im Rats-Gebälk gekracht, im Klever Rat sitzt eine Entourage der geballten Unfähigkeit die es schafften, den von ihnen abgelehnten Antrag dann irrtümlicher Weise doch zuzustimmen. Das Gelächter im Ratssaal hallt noch nach. *1)
Die Munition für die Blockparteien un Mainstream-Medien konnte besser nicht geliefert werden. Betrachtet man den größten AfD Landesverband NRW sieht es noch finsterer aus. Die Spitzenreiter im Landesvorstand der Parteiausschlussverfahren gegen nicht genehme Parteimitglieder schafften es nicht, die Causa Klaus Esser zu einem würdigen Abschluss zu bringen *2) so dass sich die Bundes-AfD einschalten musste. Der Landesverband ist gespalten, einmal in den Team Vincentz-Jüngern, zum anderen in den davon Unabhängigen. Im Landesvorstand herrscht Hauen und Stechen, jenseits der Basisdemokratie, die immer wieder gerne propagiert wird. Wer im Februar 2025 aus NRW in den Bundestag eingezogen ist: meines Erachtens 60-70% karriere- und geldgeile Mitläufer und Mandats-Goldgräber. Das mit zweifelhaften Procedere zu Wahl der Delegiertenlisten, die es bis zur Anhörung durch den Landeswahlleiter geschafft haben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt – wäre nicht gute Arbeit der Bundes-AfD. Der Optimismus der Gründerjahre ist schon längst über Bord, leider haben wir keine Alternative zur Alternative.
Noch ein Wort zu den Nichtwählern, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und skandieren „wir lassen uns nicht mehr vom System lenken“, diese stärken die ReGierungs-Koalitionen bzw. die Blockparteien. Ergo kontraproduktiv, Mathematik lässt sich nicht umkehren.
*1)
https://epaper.rp-online.de/api/sharing/article/rheinischepost6945163890d751.73938356-1e8ed04c29d7a
© Peter Korpok, Januar 2026