Als Knaller des Tages in der Klever Ratssitzung am 17. Dezember 2025 erwies sich das Abstimmungsverhalten der gesamten Klever AfD-Ratsfraktion bei der Entscheidung über den Haushalt 2026.
Wie Rheinische Post hier klicken und NRZ hier klicken berichten (beide Artikel leider hinter einer Bezahlschranke; die AfD-Fraktion wird´s freuen), hatte der AfD-Fraktionsvorsitzende Tim Görtz in seiner Haushaltsrede gegen den eingebrachten Haushalt „geäzt“ (Wortwahl der Rheinischen Post), während die AfD-Fraktion bei der nachfolgenden Abstimmung dann unter dem Gelächter der übrigen Ratsmitglieder der Annahme des Haushalts dann einträchtig zugestimmte.
„Was war da los?“ fragt die Rheinische Post, als alle acht AfD-Stadtverordneten „geradezu reflexartig“ auf des Bürgermeisters Frage nach der Zustimmung zum Haushalt die Hand hoben. Peinlich.
Handelte es sich um ein Versagen des Fraktionsvorsitzenden oder der einzelnen übrigen sieben Fraktionsmitglieder? Die der Wahrheit wohl am nächsten kommende Antwort lautet: Sowohl als auch, und auch noch mehr.
Üblicherweise stimmt man sich in einer Fraktion bei im Vorhinein bekannten Fragestellungen über die gemeinsame Haltung ab. So wird es auch bei der AfD-Fraktion gewesen sein: Man hatte sich geeinigt, den Haushalt abzulehnen. Und oft ist es auch so, dass, wenn der Fraktionsvorsitzende die Hand hebt, sich die übrigen Fraktionsmitglieder gleichförmig verhalten.
Als am letzten Mittwoch der Bürgermeister die Frage stellte, wer dem Haushalt 2026 zustimme, hob vermutlich der Fraktionsvorsitzende Tim Görtz seine Hand – und damit sämtliche seiner Fraktionskollegen gleichermaßen. Herr Görtz hatte sich wohl vertan, was ja mal passieren kann. Aber keinem der übrigen Fraktionsmitglieder war dies aufgefallen, keinem. Und damit liegt die weitere Annahme nahe, dass keines der Fraktionsmitglieder nachgedacht hat, bei der Sache war oder vielleicht auch nur dem Bürgermeister bei seiner Frage zugehört hat.
Leider kommt man bei diesem Verhalten nicht umhin, von einem Komplettversagen zu sprechen. Hätte wenigstens ein Fraktionsmitglied den Arm unten gelassen, wäre dies der übrigen Fraktion wohl aufgefallen, so dass man sich im Abstimmungsvorgang noch hätte korrigieren können.
Zur vollständigeren Beschreibung der Ursachen für dieses Desaster muss man zeitlich noch einen Schritt zurückgehen, nämlich zum 4. Mai 2025; dem Tag, an dem die Listenkandidaten für den Rat von den anwesenden Klever AfD-Mitgliedern gewählt wurden. Zur Wahl standen Personen aus dem Umfeld und / oder auf Vorschlag des jetzigen Fraktionsvorsitzenden, aber auch weit geeignetere Leute. Wie bekannt, wurden die Ersteren gewählt, und zwar mit wohlwollender Unterstützung der anwesenden Kreisvorstandsmitglieder. Glanzleistungen sehen anders aus.
Der Fisch stinkt vom Kopf.
2 Antworten
Das alles liegt in Elbers und Habichts Verantwortung ! Wir wussten daardoor kommen wird . Weil Klatschäffchen eben wenig Geist besitzen !
Mit freundlichen Grüßen
H F Straeten
Es ist einfach nur grausam, jedoch erwartbar.
Im Tal der Ahnungslosen…..!
Spitzenpersonal, handverlesen…..!
Bin mal gespannt wie es da weitergeht.